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Tag eins nach der Wahl. And the Winner is...
The left one or the right one?
Probably the stupid, aehh, right one... Aber so ganz sicher ist das ja auch noch nicht (Stand: 08/11). Schliesslich ist es schon schwierig, keine Stimmzettel zu verlieren, die Ergebnisse richtig in den Computer einzugeben und dann auch noch richtige Prognosen zu berechnen; zumindest fuer die Demoskopen in Florida.
Spannend war es auf jeden Fall gestern abend. Gleich zu Beginn sah es so aus, als haette Al Gore den Praesidententitel schon in der Tasche. Schliesslich meldeten die Meinungsforscher einen Sieg in Florida. Witzigerweise hatte Bush zu diesem Zeitpunkt noch die Mehrheit bei den ausgezaehlten Stimmen. Als Bush dann hoechstpersoenlich stutzig wurde (oder wahrscheinlich eher seine Laufburschen) und das kommt normalerweise nicht so oft vor, aenderte sich die Farbe Floridas auf der Wahlkarte ploetzlich wieder von blau (demokratisch) auf braun (unentschieden). Schon gab es die ersten Stimmen, es handle sich um Wahlbeeinflussung. Schliesslich wurde zu diesem Zeitpunkt an der Westkueste noch gewaehlt. Die republikanischen Waehler im Westen wuerden angesichts der drohenden Niederlage ihr Hinterteil nicht mehr aus dem Sessel kriegen und es folglich nicht mehr bis zur Wahlurne schaffen.
Mitten in der Nacht wurde Bush dann als Sieger auserkoren. Er hatte nach der ersten Auszaehlung in Florida dort die Nase mit etwa 2000 Stimmen vorne. Viel zu knapp, um den Texaner voreilig zum Praesidenten zu erklaeren. Deswegen muss jetzt erst noch einmal nachgezaehlt werden.
Mittlerweile wurde bekannt, dass in manchen Counties in Florida die Stimmzettel so verwirrend angelegt gewesen sein sollen, dass manche Gore-Anhaenger versehentlich das Feld fuer Pat Buchanan angekreuzt hatten. Ob Gore & Co. deswegen moeglicherweise den Rechtsweg ergreifen, ist noch unklar. Einen faden Beigeschmack wird das Ganze auf jeden Fall hinterlassen.
Stellt Euch schon mal auf vier lustige Jahre ein. Schliesslich hat das maechtigste Land der Welt bald einen Praesidenten, "dem man alles andere vorwerfen kann als ein Besserwisser zu sein (Newsweek)"; was ja Gore immer vorgeworfen wurde. Falls sich einige Leser an den Bundespraesidenten Luebke erinnern koennen: Wartet es ab! Es kommt noch besser (schlechter?).
Apropos Gore: Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Detroit hatte ich mit dem Vice President ein Shake-Hand. Seinem Ruf, sich aehnlich wie ein steifer Stecken zu verhalten, wurde er so gut wie gar nicht gerecht. Die einzigen, die diesen Eindruck machten, waren seine Leibwaechter. Die Sicherheitsmassnahmen erinnerten an den einen oder anderen schlechten Fernsehstreifen. Scharfschuetzen auf dem Dach, Leibesvisitation am Eingang, ganze Horden von Polizisten auf den Beinen...
Inhaltlich war's dann eher duenn. Einmal auswendig gelernt, tausend mal erzaehlt. Gore gab fast im Wortlaut dieselben Floskeln wieder wie bei den vorhergegangenen Fernsehdebatten.
Abgesehen vom Beobachten des amerikanischen Politikgeschehens hatten wir die letzten Wochen ein bisschen fuer Ausfluege genutzt. Unter anderem waren wir am Lake Michigan und in Chicago unterwegs. Ersterer wirkt wie ein Meer. Zum einen wegen der Groesse. Und zum anderen wegen des vorhandenen Sandstrandes.
Vor allem die Skyline war in Chicago relativ beeindruckend. Im Vergleich Detroit ist Downtown sehr belebt (ist natuerlich nicht besonders schwer). Anbei ein paar Fotos, die ich mir zugebenermassen von einer anderen Homepage ausgeliehen habe:
Der Blick vom Sears Tower (hoechstes Gebaeude Amerikas) auf die Skyline von Chicago.

Chicago bei Nacht.
Und die Skyline vom Planetarium fotografiert.