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Die amerikanische Ostkueste und Toronto

Ueber Spring Break begab ich mich wieder in die Obhut von Amtrak und zog Richtung Osten. Meine erste Station war Pittsburgh. Als ich um sechs Uhr morgens von der Zugbegleiterin geweckt wurde, war ich erst einmal alles andere als begeistert. Beim Weg in die Stadt gab es nur haesslichste Stahlwerke zu sehen, alles andere als einladend. Ich gab mir dann aber doch einen Ruck und bin nicht gleich nach Washington DC weitergefahren. Zum Glueck! Es waere zwar etwas zu viel, Pittsburgh als wunderschoen zu bezeichnen. Im Gegensatz zu Detroit hat die Stadt jedoch die Wende von der Industriemetropole zurm Dienstleistungszentrum geschafft. Downtown ist belebt und sieht auch ganz nett aus. Nicht umsonst wurde der Pittsburgh Mitte der 80er Jahre zur lebenswertesten Stadt Amerikas gewaehlt.

Am Abend desselben Tages war dann die Hauptstadt angesagt. Washington DC ist vermutlich die einzige amerikanische Stadt mit einer Vielzahl an historischen Bauten (historisch heisst in Amerika rund 200 Jahre alt). Ich war so begeistert, dass ich sogar laenger als geplant blieb. Die Stadt hat eine Vielzahl von sehr interessanten Museen zu bieten, die zudem alle kostenlos sind. Hinzu kommen zahlreiche Gebaeude, in denen sich die politische Elite Amerikas bewegt (Capitol, FBI, Weisses Haus --> hier waere die Aussage "Elite" nochmal zu ueberdenken). Zudem traf ich mich in Washington mit Kay (studiert mit mir in Nuernberg) und Flo (studiert mit mir in Detroit). Unter anderem waren wir auf einem Basketball-Spiel. Seitdem ich das gesehen hatte, weiss ich die Detroit Pistons wieder zu schaetzen; zumindest ein bisschen. Witzigerweise lief mir in der Jugendherberge sogar ein bekanntes Gesicht aus der Oberpfalz ueber den Weg (Roland).

Philadelphia hat ein sehenswertes historisches Viertel. Dort liegen die Wurzeln der amerikansichen Demokratie. Stichwort: Declaration of Independence. Fuer einen Nachmittagsbesuch lohnt sich die Stadt auf jeden Fall, wenngleich Downtown relativ haesslich sein soll. Folglich hat es mich dort gleich gar nicht hingezogen. Da der Uebernachtungsplatz in Philadelphia ein bisschen knapp war, fuhr ich ausserplanmaessig nach New York City weiter und traf dort meinen amerikanischen Mitbewohner William H. Puncher (buergerlich: Thomas Kick). Zwar kannte ich NYC schon. Aber ein Abendspaziergang ueber den Times Square lohnt sich immer wieder.

Und das Ende der Woche verbrachte ich in Kanda und nistete mich bei Christine (meine Nachbarin in Weiden) ein. Sie absolviert in Montreal derzeit ein Praktikum. Die Stadt ist sehr schoen, ueberwiegend franzoeischsprachig gepraegt und vor allen Dingen im Maerz noch sehr kalt. Gemeinsam mit Christine war ich auf einer AIESEC-Fete. Die Studenten waren alle von McGill (kanadische Eliteuni), fast ausschliesslich zweisprachig, aufgeschlossen und somit ganz anders als meine amerikanischen Kommilitonen an der Wayne State. Christine bekam sogar noch einen ausserplanmaessigen freien Tag. Es hat doch so seine Vorteile bei einer Gewerkschaft zu arbeiten.

Schon war die Woche vorbei und ich zurueck in Detroit. Zum Glueck mit etwas Verspaetung. Warum zum Glueck? Kommt Amtrak deutlich zu spaet, so genuegt ein Anruf und die das Unternehmen erstattet den jeweiligen Fahrpreis in Form eines Gutscheins zurueck. Das Ganze wird dann noch mit Saetzen kommentiert wie "Thank you for calling", "We hope, you give as another chance".

Am darauffolgenden Wochenende war ich mit Thomas und seinem Besuch in Toronto. Touristenattraktion Nummer eins ist dort der CN-Tower. Die Niagara Faelle boten ausserdem einen anderen Anblick als im Spaetsommer, dank Eis.